"Denn wenn Liebe heißt: geben, was man nicht hat, ist freilich wahr, dass das Subjekt mit Recht erwartet, dass man sie ihm gebe, zumal ja der Psychoanalytiker nichts anderes zu geben hat. Aber selbst dieses Nichts ist nicht geschenkt, und es ist besser so: Für dieses Nichts bezahlt man ihm, durchaus nicht wenig, und man zeigt damit, dass es anders nicht viel wert wäre. Mag indessen die Primärübertragung in den meisten Fällen im Dunkeln bleiben, es bleibt diesem Dunkel doch unbenommen zu träumen und seinen Anspruch zu reproduzieren, und gäbe es auch nichts mehr zu beanspruchen."


(Jacques Lacan, Schriften I, Die Ausrichtung der Kur und die Prinzipien ihrer Macht, S. 208)